Neue Publikation
Wir freuen uns, Ihnen eine neue wissenschaftliche Publikation unseres CEO, Prof. Matthias Günther, präsentieren zu können.
Das Verständnis der frühesten Veränderungen im alternden Gehirn ist essenziell für die Entwicklung wirksamer Interventionen gegen Alzheimer und vaskuläre kognitive Beeinträchtigungen. Eine kürzlich veröffentlichte Studie mit Beiträgen von Prof. Matthias Günther und einem internationalen Forscherteam beleuchtet einen vielversprechenden Biomarker: den Wasseraustausch an der Blut-Hirn-Schranke (BHS). Mithilfe einer nicht-invasiven Multi-Echo-Arterial-Spin-Labeling-Technik (ASL) untersuchte die Studie 160 Erwachsene ab 50 Jahren in verschiedenen kognitiven Stadien.
Wichtigste Erkenntnisse:
– Personen mit subjektivem kognitivem Abbau (SCD) und leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI) wiesen eine signifikant reduzierte Wasseraustauschzeit (Tex) an der BHS im Vergleich zu kognitiv gesunden Teilnehmern auf.
– Die Abnahme von Tex trat früher auf als Veränderungen traditioneller Perfusionsmarker wie der zerebralen Durchblutung.
– Der Wasseraustausch an der BHS zeigte einen stufenweisen Rückgang mit zunehmender zerebrovaskulärer Belastung, was auf eine hohe Sensitivität gegenüber Erkrankungen der kleinen Gefäße hindeutet.
– Nach Adjustierung für Alter und Geschlecht wurde kein Zusammenhang zwischen Tex und Amyloid-Positivität festgestellt.
– Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass vaskuläre und neurovaskuläre Veränderungen der Amyloid-bedingten Pathologie im Verlauf des kognitiven Abbaus vorausgehen können.
Warum das wichtig ist?
Die Kartierung des Wasseraustauschs in der Blut-Hirn-Schranke könnte sich zu einem leistungsstarken, nicht-invasiven Instrument zur Früherkennung neurovaskulärer Dysfunktionen entwickeln – lange bevor deutlichere Symptome oder strukturelle Veränderungen auftreten. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für die Früherkennung, die Risikostratifizierung und gezielte Interventionsstudien, die sich auf den vaskulären Beitrag zur Demenz konzentrieren.
Wenn Sie an der Evaluierung der ASL interessiert sind oder erfahren möchten, wie die moderne Perfusionsbildgebung Ihre Forschung oder klinischen Studien unterstützen kann, kontaktieren Sie uns gerne – wir besprechen gerne mit Ihnen, wie wir Ihre Arbeit unterstützen können.
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